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BLACK INHALE - „A Doctrine Of Vultures“


Mit „A Doctrine Of Vultures“ meldet sich das Thrash-Quartett BLACK INHALE eindrucksvoll  zurück. Der Nachfolger zum 2011 erschienenen Debüt „Rule Of Force“ zeigt hörtechnisch,  dass gut Ding Weile braucht.  Das lange Warten hat sich ausgezahlt, serviert die 2009 gegründete Truppe doch einen Soundleckerbissen der Extraklasse.

Was von Beginn an positiv auffällt und das Album unterstreicht ist das Songwriting. Geradlinig, schnell aber doch melodiös schallt das neun Track umfassende Werk aus den Boxen. Auch die Produktion spricht für sich, unter der Anleitung von Norbert Leitner hat die Band hier das bestmöglichste rausgeholt, was man am Titeltrack oder  Songs wie ‚The Die Is Not Yet Cast‘ raushören kann. Die teilweise sehr an Machine Head erinnernden BLACK INHALE setzen auf ausgiebige Soundwelten wo so manches Stück schon mal seine knapp sieben Minuten dauern kann. Was nicht stört, da durch Abwechslungsreichtum und so mancher soundtechnischen Überraschung keine Langeweile aufkommt.  Die melodiösen, fast schon episch klingenden Parts geben dem Album das gewisse Etwas, wodurch es sich vom restlichen Soundbrei, der unterwegs ist, abhebt. Eine Trademark was musikalisches Können sowie Verständnis braucht um Songs zu schreiben, die einen abholen, egal ob auf Platte oder Live. Etwas, das BLACK INHALE mühelos gelingt.

Eine Kopie der großen Bay Area-Legende sind BLACK INHALE in keinem Falle. Man mag sich vielleicht an deren Sound orientieren, aber trotz allem steht „A Doctrine Of Vultures“ für sich selbst und überzeugt durch Authentizität. Die Latte hat sich BLACK INHALE mit dem neuen Album definitiv ziemlich hoch gelegt, eine schöne Herausforderung an das eigene Können. Live funktioniert das Material allemal, wie man sich jüngst auf dem NOVA ROCK Festival überzeugen konnte.  Ehrlicher Thrash Metal aus der Heimat, bitte mehr davon! 

Chris Gütl

BLACK INHALE

 

Thrash Metal | Wien | Black Inhale | |

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